Wie die Natur Dir Antworten auf Deine Fragen gibt

Gepostet von am Okt 6, 2017 in Natur praktisch | Keine Kommentare

Wie die Natur Dir Antworten auf Deine Fragen gibt

Deine Gedanken kreisen unentwegt über ein Problem, das Du hast? Oder Du brauchst dringend eine Antwort auf eine Frage, die Dich beschäftigt? Allerdings will Dir partout nichts einfallen, so sehr Du auch grübelst und Dir das Hirn zermarterst?

Dann mache einen Spaziergang oder eine Wanderung, denn die Natur ist die beste Impuls-, Antworten- und Lösungsgeberin, die Du finden kannst. In diesem Naturimpuls stelle ich Dir 7 Möglichkeiten vor, wie Du eine für Dich gute und stimmige Antwort und Lösung in der Natur findest.

 

Um eine Antwort für Deine Frage oder eine Lösung für Dein Problem zu finden, ist es gut, wenn Du genug Zeit mitbringst. Die Natur lässt sich nun mal nicht hetzen – sie ist da genauso wie wir Introvertierte 🙂. Außerdem sollte Dir die Gegend, in die Du gehen möchtest, vertraut genug sein, dass Du Dich ohne Wanderkarte zurechtfindest. Zudem ist es ratsam, einen kleinen Block und einen Stift mitzunehmen; ggf. auch eine Kamera (auch das Handy bietet sich hier natürlich an).

Beginne mit dem Spaziergang bzw. mit der Wanderung an einer Stelle, an der deutlich ein „Übergang“ zu sehen ist. Dabei kann es sich um eine Schranke handeln oder einfach um eine Schwelle im Boden. Aber auch der abrupte Übergang vom offenen Land in den Wald ist durchaus möglich.

Bevor Du den ersten Schritt über diesen Übergang setzt, atme tief ein und aus, schließe kurz die Augen und formuliere die Frage, die Du hast (entweder nur innerlich oder auch laut ausgesprochen; so wie es sich für Dich gut und richtig anfühlt). Dann mache bewusst den ersten Schritt und lasse Dich vom Weg führen. Sei dabei aufmerksam und achte auf alles, was um Dich herum vorgeht, was Dir begegnet, was Du siehst, hörst, fühlst… Sei ganz bei Dir und lasse alles auf Dich zukommen und auch alles hochkommen, was in Dir hochkommen will…

Achte vor allem auf folgende Dinge:

 

1) Bäume

Siehst Du da ein Gesicht oder ein Symbol in der Baumrinde, an dem Du früher immer einfach so vorbei gegangen bist, ohne etwas Besonderes wahrzunehmen? Und fühlst Du Dich davon angezogen bzw. hast Du das Gefühl, das Dir das Gesicht / das Symbol etwas sagen möchte?

Dann ist es ein Hinweis und ein Impuls für Dich, welches Dir die Antwort der Frage näher bringt. Halte Dich ein wenig bei diesem Baum auf und fühle in Dich hinein. Was kommt alles in Dir hoch? Welche Wörter, Gefühle, Stimmungen?

Schreibe alles auf, was kommt und mache am besten auch ein Bild von dem Gesicht / dem Symbol und auch von dem ganzen Baum in seiner Umgebung.

Es kann sein, dass Du die Lösung für Dein Problem bzw. die Antwort auf Deine Frage bereits jetzt klar und deutlich vor Dir hast. Wenn nicht, verliere nicht den Mut! Meiner Erfahrung nach, handelt es sich meistens um vielschichtigere Fragen und Probleme, so dass Du diese Erfahrung entweder sacken lassen solltest und Dir dann am nächsten Tag die Lösung offenbart wird oder dass du noch ein weiteres Puzzlestück zur Vollendung der Lösung brauchst.

 

2) Pflanzen

Oft gehen wir in Gedanken verloren den Waldweg entlang und achten gar nicht darauf, was da alles so am Wegesrand grünt und blüht.

Vielleicht fällt Dir bei Deiner Lösungs- und Antwortsuche eine bestimmte Pflanze auf, die Dir „einfach so“ ins Auge springt. Oder Du siehst eine bestimmte Pflanze ganz häufig auf Deinem Weg, so dass Du Dich schon zu wundern beginnst, da Dir diese sonst nie aufgefallen ist…

Weder ist Dir diese Pflanze „einfach so“ ins Auge gesprungen noch hat sich diese Pflanze „verschworen“, um Dich zu verwirren. Es handelt sich hier um ein Zeichen der Natur, das Dich der Lösung Deines Problems bzw. der Antwort auf Deine Frage näher bringen soll.

Auch wenn Du nicht weißt, um welche Pflanze es sich handelt, verbringe ein wenig Zeit bei ihr. Setze Dich zu ihr hin und betrachte sie ganz genau. Was kannst Du alles an ihr erkennen? Nimm jedes noch so kleine und unscheinbare Detail auf und erspüre alles, was in Dir hochkommt – seien es Wörter, Bilder, Gefühle, Stimmungen etc. Mache Dir Notizen und / oder fotografiere die Pflanze. Häufig ist es so, dass erst mit einigem zeitlichen Abstand Dir die Lösung quasi wie Schuppen von den Augen fällt…

 

3) Versteckte Kunstwerke

Es braucht nicht unbedingt eine Pflanze oder ein Baum zu sein, der Dir ins Auge fällt. Manchmal sind es auch die scheinbar so unscheinbaren Kleinigkeiten, wie z.B. ein Stein am Wegesrand, ein Ast, ein seltsam geformter Pilz, eine kleine Waldlichtung, von denen Du Dich angezogen fühlst.

Und auch wenn Du nicht sagen kannst, warum das so ist – vertraue darauf, dass es seine Richtigkeit hat und dass die Natur Dir eine Botschaft zukommen lassen will.

Schreibe wieder alles auf, was in Dir hochkommt und nimm den Gegenstand, der Dich angesprochen hat, mit bzw. wenn dieser zu groß sein sollte, mach ein Foto von ihm.

Spätestens am nächsten Tag wirst Du, wenn Du Dich erneut mit diesem Gegenstand bzw. dem Bild von ihm und Deinen Notizen beschäftigst, die Lösung klar vor Augen sehen.

 

4) Hochkommende Gefühle

Vielleicht fällt Dir auf Deinem Weg nichts Besonderes auf – kein Baum mit einer merkwürdigen Zeichnung auf der Rinde, keine Pflanze, die Dich förmlich anspringt, kein Stein oder Ast. Dafür wirst Du jedoch auf einmal von Gefühlen übermannt, die Du Dir nicht erklären kannst…

Du bist sonst eher nett (vielleicht auch manchmal zu nett?), doch auf einmal möchtest Du jeden anschreien und beschimpfen, der Deinen Weg kreuzt? Oder Du bist sonst sehr resolut und eher zurückhaltend, was deine Gefühle angeht, doch jetzt strömen Dir die Tränen nur so aus den Augen?

Nein, Du wirst jetzt nicht verrückt und Du fängst auch nicht an zu spinnen. Die Natur zeigt Dir gerade, wo es bei Dir hakt…

Lass die Tränen fließen und wenn Du schreien möchtest, schrei… (vielleicht nicht gerade einen harmlosen Wanderer oder Mountainbiker an, der Dir in diesem Moment entgegenkommt 🙂). Schrei einen Stein an oder auch einen Baum. Lass alles raus. Und wenn Du Dich beruhigt hast, setze Dich an den Platz hin, an dem Du von Deinen Gefühlen übermannt worden bist, und schreibe auf, was Du gefühlt hast, wie es Dir dabei gegangen ist, wie Du Dich während dem Schreien, Weinen etc. gefühlt hast, wie Du Dich jetzt fühlst.

Wenn Dir dieses passiert, ist es ganz besonders wichtig, dass Du Dir anschließend Zeit zur Ruhe und zum Nachspüren gibst (und Dir diese auch nimmst) und nicht sofort versuchst, das Geschehene zu analysieren. Gehe weiter spazieren oder wandern und erfreue Dich an der Natur. Analysiere erst am Tag darauf.

Die Lösung bzw. Antwort, die Du suchst, liegt hier wahrscheinlich in nicht ausgelebten Gefühlen, weswegen es sehr gut sein kann, dass Du zusätzlich einen guten Coach oder Berater zu Rate ziehen solltest…

 

5) Andere Wanderer

Auch Menschen, die Dir bei Deinem Spaziergang oder Deiner Wanderung begegnen, können der Schlüssel zu Deinem Problem bzw. die Antwort auf deine Frage sein.

Schaue diesen Menschen unvoreingenommen entgegen und spüre, wie Du Dich dabei fühlst. Geht es Dir gut, jetzt, da sich Dir jemand nähert oder möchtest Du am liebsten einen anderen Weg einschlagen? Was sind da für Gefühle, Wörter, Bilder in Dir? Vergleichst Du bereits unbewusst den Dir fremden Menschen mit jemanden? Mit wem? Kannst Du sagen, warum?

Und wie begegnet Dir dieser Mensch? Hat er/sie ein offenes Gesicht, einen offenen Blick und sagt freundlich „Guten Tag“? Oder blickt er/sie starr auf den Boden und nimmt Dich gar nicht wahr? Oder blickt er/sie sogar weg?

Wie geht es Dir mit der Reaktion dieses anderen Menschen? Was kommt in Dir hoch? Erinnert Dich diese Begegnung an jemanden oder an etwas? An was genau?

Sobald diese Begegnung vorüber ist, ruhe Dich etwas aus und mache Dir Notizen. Sei sicher, dass Dir dieser Mensch nicht zufällig begegnet ist, sondern dass er oder sie zur passenden Zeit losgeschickt wurde, um Dich zu treffen und Dich so näher zu Deiner Lösung bzw. Deiner Antwort zu bringen.

 

6) Sackgasse

Genau wie im Straßenverkehr gibt es auch im Wald Wege, die plötzlich enden bzw. so zugewachsen sind, dass man einfach nicht mehr hindurchkommt (es sei denn, man hat eine Machete zur Hand und kann sich so weiter seinen Weg bahnen… 🙂).

Wenn Dir das passiert, was will Dir die Natur damit sagen?

Verweile an dem endenden Weg und spüre in Dich hinein. Was fühlst Du? Was kommt in Dir hoch? Notiere auch hier wieder alles – seien es nun Wörter, Bilder, Gefühle, Geräusche, Gerüche etc. Die Antwort oder Lösung, die Du suchst, befindet sich darunter.

 

7) Geräusche und Gerüche

Bei einer Antwort- bzw. Lösungssuche braucht die Antwort oder Lösung nicht notwendigerweise durch visuelle Hilfsmittel aufzutauchen. Es kann auch durchaus sein, dass Du etwas hörst, z.B. ein leises Plätschern oder ein stetes Summen, und dem nachgehst. Oder Du hast auf einmal einen feinen, unglaublich süßen Duft in der Nase und gehst dem hinterher.

Jeder Sinneskanal, auf dem Du empfängst, kann Dir die Antwort auf Deine Frage liefern bzw. die Lösung zu Deinem Problem sein. Achte auf alles, was Dir begegnet, besonders wenn Du weißt, dass Du eine feine Nase oder ein gutes Gehör hast…

Antworten und Lösungen aus der Natur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun gehe los und lasse Dir von der Natur Dir helfen. Wenn Du magst, kannst Du mir anschließend Deine Erlebnisse und Erfahrungen in einem Kommentar hinterlassen.

Ich wünsche Dir viele gute Antworten, Lösungen und Impulse und ganz viele entspannte Natur-Momente,
Heidemarie

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