Warum Stille wohltuend für Introvertierte ist

Gepostet von am Nov 30, 2018 in Introvertiertheit | Keine Kommentare

Warum Stille wohltuend für Introvertierte ist

Kennst Du das auch? Wenn es hoch her geht und den ganzen Tag über viel auf einen einprasselt, dann sehnen wir Introvertierte uns nach Ruhe und Stille und dem Allein sein.

So können wir unsere Akkus wieder aufladen und zu neuer Energie kommen.

Doch warum ist die Stille so wohltuend und wichtig für uns Introvertierte? Das erzähle ich Dir in diesem Naturimpuls.

 

Introvertierte können nur eine begrenzte Menge an Außenreizen aufnehmen

In mehreren anderen Naturimpulsen (4 Gründe, warum die Natur Dir als Introvertierten viel zu bieten hat, 3 Tipps, wie Du als Introvertierte mit Außenreizen umgehen kannst) habe ich schon erzählt, dass wir Introvertierte aufgrund unserer Veranlagung eine geringere Menge an Außenreizen vertragen als zum Beispiel Extrovertierte. Das liegt an der Struktur unseres Gehirns und unseres Nervensystems.

Deswegen sind wir auch früher überreizt als zum Beispiels ein Extrovertierter und dann brauchen wir eine kurze Auszeit, um wieder runterzukommen.

Da unsere Gehirne auch dann viel verarbeiten, wenn es um uns herum relativ ruhig ist, sind sie ständig in Bewegung und am „Feuern“ – also am Senden von Nervenimpulsen. Und verbrauchen natürlich dabei auch eine Menge an Energie. Wenn jetzt noch zusätzlich von Außen etwas auf uns einprasselt, dann steigt sowohl die Feuerungsrate des Gehirns an als auch natürlich die dabei verbrauchte Energie. Und irgendwann geht dann halt nichts mehr….

Deswegen ist eine ruhige Umgebung für uns Introvertierte das höchste Glück. Da unsere Gehirne eben ständig am Arbeiten, Bewerten und Verarbeiten sind, braucht es nicht noch zusätzlichen Input von Außen. Deswegen zieht es viele Introvertierte intuitiv an stille und ruhige Orte, um sich (und ihren Gehirnen) die benötigte Ruhe zu gönnen.

In dieser ruhigen und stillen Umgebung können wir auch unsere Akkus wieder aufladen und so neue Energie tanken.

 

Introvertierte nehmen häufig Außenreize sehr intensiv wahr

Neben der nur geringen Menge an Außenreizen, die wir Introvertierte am Tag vertragen ohne überstimuliert zu werden, nehmen wir Außenreize auch viel intensiver wahr als Extrovertierte. Das liegt daran, dass unser Nervensystem einfach sensitiver ist.

Das ist auch häufig einer der Gründe, warum Introvertiertheit mit Hochsensibilität gleichgesetzt wird. Tatsächlich ist es aber nicht das Gleiche. Wenn Dich dieses Thema näher interessiert, empfehle ich Dir diesen Naturimpuls: Ist Introvertiertheit = Hochsensibilität?

Bei den meisten Introvertierten ist es auch so, dass sie „nur“ bestimmte Außenreize intensiver wahrnehmen. Welche Außenreize das sind, ist von Introvertierten zu Introvertierten unterschiedlich. Beispielsweise kann es sein, dass eine Introvertierte besonders empfindsam in Bezug auf Gespräche ist, ihr aber Verkehrslärm nicht so viel ausmacht. Eine andere reagiert besonders sensibel, wenn sie mit vielen Personen auf einmal direkt zu tun hat, kann jedoch die penetrante Arbeitskollegin, die jeden über ihre Zipperlein aufklärt, gut aushalten. Und noch eine andere reagiert auf unangemeldete Besuche (egal ob auch der Arbeit oder im Privaten) besonders empfindsam, während sie die vielen Menschen, die ihr auf Konzerten begegnen, nicht als störend empfindet.

 

In der Stille lässt die Anspannung im Körper nach

Viele Introvertierte reagieren auf Außenreize zusätzlich mit einer erhöhten Spannung im Körper. Bei einem schmerzt beispielsweise der Nacken, bei einem anderen der Kiefer und noch eine andere hat Dauer-Kopfschmerzen.

Auch das ist wieder von Introvertierter zu Introvertierter völlig unterschiedlich.

Und auch hier hilft ein ruhiger, stiller Ort, an dem Du Dich als Introvertierte entspannen und Deine Akkus aufladen kannst. Gleichzeitig kommt neben Deinem Gehirn und Deinem Nervensystem auch Dein Körper zur Ruhe. Viele introvertierte Menschen, die ich auf ihrem leisen Weg bereits begleiten durfte, sagen, dass sie vor allem in der Natur diese ruhigen und stillen Orte finden, an denen alle Anspannung von ihnen abfällt, sie sich erholen können und ihre Akkus wieder aufladen.

 

Wo findest Du als Introvertierte Stille?

Das ist erneut sehr unterschiedlich, je nachdem, was für ein Typ Du bist, und wo Du Dich auf der Introvertierten-Skala einordnest.

Daher hier eine kleine Auflistung mit Orten und Plätzen, an denen ich und einige Menschen, die ich schon auf ihrem leisen Weg begleitet habe, die nötigte Stille finden, damit wir uns wieder regenerieren können:

  • In der Natur
  • An meinem Kraftplatz in der Natur
  • In der Wohnung
  • In Büchereien
  • In Räumen der Stille (z.B. in verschiedenen Städten in Deutschland zu finden; der bekannteste Raum der Stille ist am Brandenburger Tor)
  • In Kirchen (außerhalb von Gottesdiensten)
  • Auf Friedhöfen

Stille wohltuend für Introvertierte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und wo findest Du die nötige Stille, die Du als Introvertierter brauchst? Wenn Du Lust hast, kannst Du das gerne in einem Kommentar teilen.

Damit wünsche ich Dir ganz viele entspannte und vor allem stille Natur-Momente,
Heidemarie

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