Warum Du Deine Introvertiertheit annehmen und wertschätzen solltest

Gepostet von am Dez 14, 2018 in Introvertiertheit im Alltag | Keine Kommentare

Warum Du Deine Introvertiertheit annehmen und wertschätzen solltest

Viele von uns Introvertierten betrachten Ihre Introvertiertheit mehr als Last denn als Gabe. Die Folge daraus: Sie versuchen sich zu verstellen und so zu leben, wie jemand Extrovertiertes.

Doch das funktioniert nicht, wie viele Introvertierte immer wieder schmerzlich feststellen.

Und warum sollten wir uns auch verstellen? An der Introvertiertheit ist nichts verkehrt! Wer gelernt hat, seine Introvertiertheit anzunehmen und wertzuschätzen, erkennt, dass die Introvertiertheit eine absolute Gabe ist!

In diesem Naturimpuls erzähle ich Dir, warum Du Deine Introvertiertheit also annehmen und wertschätzen solltest.

 

Die Introvertiertheit kann nicht abgelegt werden

Wie in einem früheren Naturimpuls bereits geschrieben, kannst Du Deine Introvertiertheit nicht ablegen: Deine Introvertiertheit ablegen – geht das?

Denn die Introvertiertheit ist keine Krankheit, bei der Du nur das richtige Medikament brauchst und dann ist alles wieder gut… Die Introvertiertheit ist ein Temperament und größtenteils angeboren. Die weiteren Ausprägungen davon manifestieren sich dann in der frühen Kindheit und bleiben auch größtenteils ein Leben lang erhalten.

Anstelle Deine Introvertiertheit also ablegen zu wollen, ist es sehr viel besser, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Zu schauen, wie Du tickst und welche Bedürfnisse Du hast. Und zu lernen, mit der Introvertiertheit zu leben und nicht gegen sie. Denn genau letzteres ist es, was uns Introvertierten zu schaffen macht und warum wir meinen, unsere Introvertiertheit wäre eher eine Last als eine Gabe und warum wir meistens auch versuchen, uns zu extrovertieren…

 

Auch das Verstellen kostet Energie

Wenn ein Introvertierter versucht sich zu extrovertieren, wird er /sie zwar kurzfristig Erleichterung verspüren, allerdings früher oder später bemerken, dass es ihn / sie sehr viel Energie kostet. Und wir Introvertierte haben halt physiologisch betrachtet schon weniger Energie als jemand Extrovertiertes.

Deswegen sollten wir auch gut und bewusst mit unserem Energiehaushalt umgehen. Und gerade das extrovertierten, also sich in jemand Extrovertiertes zu „verwandeln“ und versuchen so zu sein wie jemand Extrovertiertes, kostet enorm viel Energie!

Und es ist das absolut falscheste, was Du machen kannst. Denn Du bist nun mal ein leiser Mensch! Das ist nichts schlimmes, ganz im Gegenteil! Es ist eine Gabe!

Bitte, verstell Dich also nicht!

 

Verstellen und extrovertieren führt in vielen Fällen zur Überstimulation

Nicht nur, dass das Verstellen und das Extrovertieren Dich Energie kostet! Es kostet Dich enorm viel Energie! So viel, dass Du sehr häufig völlig überstimuliert bist, Dir alles zu viel wird und Du gar nicht mehr kannst.

Wenn ein Introvertierter also ständig versucht, sich an seine extrovertierte Umwelt anzupassen, dann wird er häufig Überstimulation erfahren. Das kann sogar im schlimmsten Fall zu einem BurnOut führen.

Regelmäßige Pausen sind wichtig zur Regeneration

Ein ganz wichtiger Punkt für uns Introvertierte sind die regelmäßigen Pausen: Warum regelmäßige Pausen für Dich als Introvertierte so wichtig sind

Weil wir nun mal verstärkt auf Außenreize reagieren, ermüden und erschöpfen wir dadurch schneller. Deswegen brauchen wir in regelmäßigen Abständen Pausen, um unsere Akkus (und unsere inneren Energiereserven) wieder aufzufüllen.

So gönnen wir nicht nur unserem stets sehr aktiven Introvertierten-Gehirn die benötigte Ruhe, auch unserem Körper kommen kurze Pausen zugute. Vor allem, wenn die Pause mit einer kurzen Bewegungseinheit, zum Beispiel einem Spaziergang an der frischen Luft, verbunden ist. Außerdem erhöhen Pausen, und das nicht nur bei uns Introvertierten, die Kreativität und die Motivation.

Deswegen sei nicht ärgerlich auf Dich oder Deine Introvertiertheit, sondern im Gegenteil eher dankbar, dass du introvertiert bist. Denn dadurch, dass Dich diese Präferenz quasi dazu auffordert, Dir Deine regelmäßigen Pausen zu nehmen, schaffst Du Dir einen Abstand zur Arbeit und beugst so auch einem BurnOut vor. (Natürlich nur, wenn Du Deine Introvertiertheit zulässt und sie lebst und Dich nicht versuchst zu extrovertieren.)

Denn jemand, der ständig über sein eigentliches Energielevel hinaus arbeitet (und sehr viele Extrovertierte tun dies, da ihr Körper ihnen keine Aufforderungssignale schickt, mal eine Pause einzulegen), wird es von Mal zu Mal schwieriger finden abzuschalten und sich von der Arbeit zu lösen. Und irgendwann machen dann Körper, Geist und Seele nicht mehr mit und es endet in einem BurnOut. Was natürlich auch uns Introvertierten passieren kann, vor allem dann, wenn wir nicht auf unsere Bedürfnisse hören und uns die nötigen Pausen mit den Rückzügen und dem Alleinsein, welches wir so dringend brauchen, gönnen.

Daher: Erlaube Dir Deine Pausen! Nicht nur auf der Arbeit auch im Privaten (zum Beispiel auf Familienfeiern, die häufig für uns Introvertierte ebenfalls sehr herausfordernd sind).

 

Die Introvertiertheit birgt sehr viele Stärken

Auch wenn Du das im ersten Augenblick nicht glauben magst, aber mit der Introvertiertheit gehen tatsächlich sehr viele Stärken einher!

Da wir Introvertierte sehr viel nachdenken und reflektieren, sind unsere Antworten und Lösungsansätze meist um einiges besser als die von Extrovertierten. Außerdem haben wir eine um einiges ausgeprägtere Wahrnehmung auch zum Beispiel für Kleinigkeiten. Und durch das gründliche Nachdenken sind wir auch häufig sehr vorausschauend, wodurch wir frühzeitig Probleme erkennen und auch bereits Lösungsansätze dafür entwickeln können.

Das sind jetzt nur einige Stärken von uns Introvertierten. Mehr dazu findest Du in diesem Naturimpuls: Typische Stärken und Talente von Introvertierten

 

Ich hoffe, ich konnte Dich davon überzeugen, dass die Introvertiertheit es wert ist, anzunehmen und wertzuschätzen. Und zu lernen, mit ihr zu leben und nicht gegen sie.

Gerne unterstütze ich Dich dabei:

Wöchentlicher Naturimpuls
Zum einen, durch meine wöchentlichen Naturimpulse. In diesen gebe ich Dir Impulse und Anregungen rund um die Introvertiertheit und zeige Dir außerdem auch, wie Du die Natur als Kraftquelle für Dich erschließen kannst. Wenn Du Dich für meine wöchentlichen Naturimpulse anmeldest (unter diesem Beitrag oder auch rechts in der grünen Box), erhältst Du, sobald ein neuer Beitrag erschienen ist, eine E-Mail dazu.
Online-Kurs
Zum anderen startet in einigen Wochen mein erster Online-Kurs zum Thema „Überstimulation adé“. In diesem lernst Du in 3 Modulen Dich und Deine Introvertiertheit besser kennen und findest mehr über Deine Bedürfnisse und Präferenzen heraus, um Überstimulationen zukünftig zu vermeiden und mehr mit Deiner Introvertiertheit zu leben und nicht gegen sie. Wenn Dich diese kurze Beschreibung angesprochen hat, trage Dich ebenfalls gerne für meine wöchentlichen Naturimpulse ein. In diesen E-Mails erfährst Du als erstes, wenn es etwas Neues zu dem Kurs gibt.
Persönliche Begleitung
Und wenn Du lieber eine persönliche Begleitung zu einem bestimmten Thema im Rahmen Deiner Introvertiertheit möchtest, schreibe mir eine E-Mail an mail@naturzeit-pflanzenwege.de. Gemeinsam werden wir die beste Methode für Dich, das Thema anzugehen, herausarbeiten.

 

Damit wünsche ich Dir jetzt viele entspannte Natur-Momente mit Deiner Introvertiertheit,
Heidemarie

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