Der Botschafter des Aufbruchs – Mit dem Schneeglöckchen zu neuen Zielen

Gepostet von am Jan 19, 2018 in Pflanze des Monats | 1 Kommentar

Der Botschafter des Aufbruchs – Mit dem Schneeglöckchen zu neuen Zielen

Bereits schon Mitte Januar strecken die ersten Schneeglöckchen neugierig ihre Köpfchen aus der Erde. Auch wenn noch Schnee liegt kann sie nichts daran hindern, nach außen und nach neuen Zielen zu streben.

Machen wir es ihnen nach. In diesem Naturimpuls gebe ich Dir 3 Impulse hierfür.

1) Aufbruch ins Neue – Pläne machen und Ziele setzen

Noch liegt das neue Jahr frisch und unberührt – quasi jungfräulich – vor Dir. Eine gute Zeit also, um Dir Gedanken darüber zu machen, wo Du dieses Jahr hinmöchtest, was Deine Ziele sind, was Du dieses Jahr erreichen möchtest, welche neuen Projekte, Aufgaben etc. Du angehen und annehmen möchtest und vielleicht auch, was Du nicht mehr möchtest und von was Du Dich verabschieden willst.

Nutze den Januar mit seiner Stille, um Dir über diese wesentlichen Punkte klar zu werden. Du kannst Dir dazu zum Beispiel die folgenden Fragen stellen:

  • Welches sind meine Ziele für das kommende Jahr?
  • Welche Aufgaben, Projekte etc. möchte ich dieses Jahr angehen und umsetzen?
  • Wo möchte ich Ende des Jahres stehen?
  • Was möchte ich Ende des Jahres erreicht haben?
  • Was ist in mir, was dieses Jahr zum Ausdruck kommen möchte?

Gönne Dir zur Beantwortung dieser Fragen einen gemütlichen und entspannten Abend bei Dir zu Hause. Lege Dir schöne Musik ein, bei der Du entspannen kannst und lasse Dir genügend Zeit. Lasse dabei jede Antwort zu, die kommt und notiere diese – auch wenn Du vielleicht denkst, dass das nicht funktionieren kann bzw. Du zurzeit noch nicht weißt, wie Du dieses Ziel erreichen sollst…

Alles, was als Antwort in Dir hochkommt, hat seine Berechtigung und darf da sein!

Vielleicht möchtest Du, um Dich auf so einen Abend einzustimmen, auch einige Impulse aus dem letzten Naturimpuls verwenden: Mit der Stille des Januars zu neuer Kraft finden

 

2) Das Neue vor Augen – Visualisierung Deiner Ziele mit Hilfe des Schneeglöckchens

Wenn Du jemand bist, der/die in Bildern denkt und auch eine bildhafte Sprache liebt bzw. selber hat, ist eine Visualisierung eine gute Möglichkeit, Dir über Deine Ziele und Pläne für das kommende Jahr klar zu werden. Daher kann es gut sein, dass Dich dieser Impuls eher anspricht und Dir auch ggf. leichter fällt, als der obige (der zugegebenermaßen schon sehr kopflastig ist… 🙂 )

Besorge Dir dazu ein Schneeglöckchen – Du kannst eines ausbuddeln, wenn Du selber einen Garten hast oder jemanden kennst, der einen Garten besitzt, und für kurze Zeit in einen Topf setzen. Oder Du besorgst Dir eines bei einer Gärtnerei.

Mache es Dir dann gemütlich: Lege schöne Musik an, koche Dir einen Tee und entspanne Dich.

Dann betrachte das Schneeglöckchen vor Dir. Sieh seinen schmalen, grünen Stängel, der oben gebogen ist und an dem die schneeweiße, glöckchenförmige Blüte hängt. Sieh Dir dann die Blüte genau an: Ist sie noch geschlossen oder bereits geöffnet, so dass ihre Glöckchenform sofort ins Auge fällt? Präge Dir das Aussehen „Deines“ Schneeglöckchens genau ein und schließe dann die Augen. Stelle Dir dann „Dein“ Schneeglöckchen vor Deinem inneren Auge vor: Den Schwung des saftig-grünen Stängels; die dunkel-grün erscheinenden Blätter, die ebenfalls schön geschwungen sind; die weiße, zarte Blüte, die ruhig an den saftig-grünen Stängel hängt. Doch was ist das? Auf einmal kommt ein leichter Wind auf und das Glöckchen schwingt sacht hin und her, hin und her…

Sieh Dir an, wie das Glöckchen sacht hin- und herschwingt. Völlig frei ist es und spielt mit der sanften Briese, die sein Blütenköpfchen zum Schaukeln bringt. Sanft schaukelt es hin und her…

Und auf einmal hörst Du auch ein ganz feines, leises Läuten: Klingel-di-kling, klingel-di-kling… Und dann ist da auf einmal auch ein zarter Geruch, süß wie Vanille und Honig.

Lass Dich völlig von dem Schaukeln der Glöckchenblüte, dem Geruch und dem Klingeln einlullen. Sei gewiss, dass Dir nichts passieren kann – Du bist behütet und beschützt.

Dann bitte das Schneeglöckchen, Dir Bilder, Gefühle, Gedanken, Wörter, Töne etc. zu schicken, was für Dich in diesem Jahr wichtig ist. Und dann lasse alles zu, was kommt.

Eventuell verstehst Du zuerst nicht, was einige Bilder, Gedanken, Wörter etc. bedeuten. Das macht aber nichts. Lass erstmal alles zu und geschehen, ohne zu bewerten oder Dir gleich Gedanken über die Interpretation dieser Bilder, Wörter etc. zu machen…

Wenn das Schneeglöckchen Dir alles gezeigt hat und die Bilder, Gefühle, Töne etc. wieder versiegen, bedanke Dich bei der Pflanze. Dann atme ein paarmal tief ein und aus, öffne die Augen und komme langsam wieder zurück ins Hier und Jetzt. Notiere Dir alles, was das Schneeglöckchen Dir gezeigt hat.

Anschließend kannst Du aus diesen Bildern, Wörtern etc. eine Collage erstellen. Wenn Du gerne malst, kannst Du zum Beispiel zu Stift oder Pinsel greifen. Oder Du blätterst einige Zeitschriften durch auf der Suche nach passenden Bildern. Du kannst natürlich auch das Internet auf der Suche nach passenden Bildern durchforsten. Diese Bilder schneidest Du aus und klebst sie auf ein entsprechend großes Papier.

Diese so erstellte Collage – an einem schönen Platz in Deiner Wohnung (an dem Du jeden Tag vorbeikommst) aufgehangen – erinnert Dich jedes Mal an Deine Ziele bzw. an das, was Dir in diesem Jahr wichtig ist.

 

3) Vom richtigen Zeitpunkt

Wenn man einmal seine Ziele für das kommende Jahr festgelegt hast, möchte man häufig sofort mit der Umsetzung starten und sofort loslegen. Ich zumindest brenne meist bereits vor Ungeduld und möchte am liebsten sofort losstarten und loslegen.

Kennst Du das auch?

Doch manchmal ist es gar nicht so gut, sofort mit Deinen Zielen loszulegen. Bei einigen Zielen weißt oder spürst Du, dass es besser ist, diesen erst mal etwas Zeit zu geben. Einige Aufgaben und Projekte sind in der Tat wie guter Käse – und brauchen eine Zeit, um zu „reifen“ 🙂. Was z.B. bedeuten kann, dass Du erst mal mit ihnen „schwanger gehst“ und Dir das genaue Vorgehen überlegst, die einzelnen Schritte und Meilensteine etc.

Doch wie findest Du nun den geeigneten Zeitpunkt für jedes Deiner Ziele? Auch dabei steht Dir das Schneeglöckchen hilfreich zur Seite…

Schneeglöckchen finden ihre Kraft in ihren Zwiebeln. In diesen steckt all ihr intuitives Wissen – auch darüber, wann der beste Zeitpunkt ist, das Köpfchen samt Blüte durch’s Erdreich zu schieben. Folgende Meditation kann Dir dabei helfen, intuitiv für Deine Projekte und Ziele den passenden Zeitpunkt zu erspüren:

Nimm Dir erneut „Dein“ Schneeglöckchen aus der letzten Übung vor und schau es Dir ganz genau an. Dann schließe die Augen und versuche Dir vorzustellen, Du selbst bist das Schneeglöckchen.

Spürst Du, wie Deine Glöckchenblüte sanft in der Briese schaukelt? Wie leicht die Blüte auf dem Stängel aufsitzt? Wie zart aber dennoch stabil der Stängel ist, der sich durch das Erdreich nach oben geschoben hat?

Erspüre den Stängel in Dir. Wo ist er zu spüren? An Deiner Wirbelsäule oder an der Vorderseite Deines Körpers oder eher an einer Körperseite? Alles, was Du fühlst, ist gut und richtig.

Nachdem Du ihn erspürst hast, folge nun dem Stängel hinunter in die Erde, ins Erdreich, wo die Zwiebel verborgen ist. Siehe, wie es um Dich herum dunkler wird, wenn Du bzw. Dein Geist den Stängel hinab zur Zwiebel wandert. Doch trotz zunehmender Dunkelheit wird Dir nicht mulmig oder gar ängstlich zumute – ganz im Gegenteil: Du fühlst Dich sicher und beschützt – und zuhause…

In der Zwiebel angekommen, dehne Dich aus und erspüre alles, was es zu erspüren gibt. Dann „zapfe“ das Gedächtnis der Zwiebel an: Rufe die Erinnerungen auf, wie es war, bevor der Stängel und damit die Blüte aus der Zwiebel empor durch das Erdreich brach. Und rufe auch die Erinnerung auf, was genau den Impuls dazu gegeben hat.

Was fühlst Du als Schneeglöckchen bei beiden Erinnerungen? Ist da vielleicht zuerst Ruhe oder eher Gelassenheit oder ein gesunder, ruhiger Schlaf zu spüren? Und was spürst Du, als Du als Schneeglöckchen den Entschluss gefasst hast, aufzubrechen und das Neue zu begrüßen? Ist da vielleicht kribbelnde Vorfreude oder Tatendrang oder eher ein sanftes Aufwachen mit der Gewissheit, dass jetzt die Zeit reif ist? Spüre genau, welche Veränderung eingetreten ist, an denen die Zwiebel „gemerkt“ hat, dass jetzt die Zeit gekommen ist, den Stängel samt Blüte durch’s Erdreich ans Tageslicht zu schieben.

Lass Dir für diese Übung genug Zeit, damit Du genau erforschen kannst, wie das Schneeglöckchen bzw. Du als Schneeglöckchen damals gewusst hat, dass jetzt der richtige Zeitpunkt da ist, um nach außen zu gehen. Welche Gefühle herrschten damals vor? Gibt es eventuell auch Empfindungen in Deinem physischen Körper wie z.B. ein Zittern der Beine, ein Gefühl von Schmetterlingen, die um Deinen Bauchnabel kreisen oder ein Zwicken zwischen den Schulterblättern?

Mache diese Übung ruhig öfters, bis Du völlig sicher bist, welche Gefühle und eventuell auch körperliche Empfindungen oder aber auch Gerüche, Töne etc. dazu geführt haben, dass das Schneeglöckchen schließlich mit aller Kraft nach Außen gestrebt ist.

Wenn Du Dir sicher bist, übertrage diese Übung dann auf Deine einzelnen Ziele, Aufgaben, Projekte etc., die Du Dir für dieses Jahr vorgenommen hast. Bei welchen fühlt es sich genauso an, als das Schneeglöckchen zum Leben erwacht ist? Und bei welchen liegt die Zwiebel noch in völliger Ruhe und unbewegt da?

Lass Dir auch hierbei wieder genug Zeit. Wenn Du so in Deine Ziele für dieses Jahr (und nicht nur für dieses…) hineinspürst, wirst Du den rechten Zeitpunkt für den Beginn eines neuen Projektes nie mehr verpassen.

 

 

 

 

 

 

 

Welches dieser drei Impulse spricht Dich am ehesten an? Probiere diesen dann einfach aus und schau, wie es Dir damit geht. Wenn Du nicht sicher bist oder gerne experimentierst, kannst Du natürlich auch alle drei Impulse ausprobieren.

Ich freue mich auf jeden Fall wenn Du mir anschließend einen Kommentar hinterlässt, welche Erfahrungen Du gemacht hast.

Und nun wünsche ich Dir ganz viele entspannte Natur-Momente mit dem Schneeglöckchen,
Heidemarie

1 Kommentar

  1. Am meisten sprechen mich die Gedichte an. Wunderbar! Muss doch mal im Garten gucken, ob schon was blüht. Spitzen habe ich schon vor ein paar Tagen gesehen.
    Liebe Grüße
    Kathrin

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