Deine Introvertiertheit ablegen – geht das?

Gepostet von am Mai 25, 2018 in Introvertiertheit | Keine Kommentare

Deine Introvertiertheit ablegen – geht das?

Möchtest du auch manchmal Deine Introvertiertheit am liebsten ablegen und so sein, wie die meisten Menschen in Deiner Umgebung, also extrovertiert?

Wenn ja, dann ist der heutige Naturimpuls genau wie für dich gemacht. Denn darin erkläre ich dir, warum Du Deine Introvertiertheit nicht einfach so ablegen kannst und das auch nicht tun solltest.

 

Erst mal vorneweg: Introvertiertheit ist nichts Pathologisches!

Introvertiertheit und Extrovertiertheit bezeichnen zwei Arten von Temperamenten, die jeweils an einem Ende einer Skala rangieren. Zu diesen Temperamenten gehören außerdem bestimmte Präferenzen. Das ist größtenteils alles angeboren, manifestiert sich zudem in der frühen Kindheit und bleibt auch zeitlebens konstant.

Daher kannst Du Deine Introvertiertheit nicht einfach so ablegen oder gar „behandeln“. Es ist schließlich keine Krankheit.

 

Anstelle Deine Introvertiertheit ablegen zu wollen, ist es sehr viel besser, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Zu schauen, wie Du tickst und welche Bedürfnisse Du hast. Und zu lernen, mit der Introvertiertheit zu leben und nicht gegen sie. Denn genau letzteres ist es, was uns Introvertierten zu schaffen macht und warum wir meinen, unsere Introvertiertheit wäre eher eine Last als eine Gabe.

Mit „gegen die Introvertiertheit leben“ meine ich, dass viele Introvertierte versuchen, sich zu extrovertieren, um so zu sein wie ihre extrovertierten Bekannte und Freunde, um nicht mehr „aus der Reihe zu fallen“ und um mehr so zu sein, wie man „normal“ zu sein hat. Doch das funktioniert nicht. (Und nebenbei bemerkt, was ist denn schon normal?) Denn damit erreichen wir nur, dass es uns in unserer Introvertiertheit schlecht(er) geht, da wir einfach aufgrund unserer Präferenzen ganz andere Bedürfnisse haben als ein Extrovertierter.

Beispielsweise brauchen wir Introvertierte einfach unsere Auszeiten und Rückzüge, in denen wir alleine sind. Nur so können wir uns regenerieren und unsere energetischen Akkus wieder aufladen. Besonders wenn wir uns einige Stunden unter ganz vielen Menschen aufgehalten haben, ist es für uns zwingend erforderlich, eine Pause einzulegen, um aufzutanken.

Ein Mensch mit einem extrovertierten Temperament braucht häufig solche Pausen nicht, da er seine inneren energetischen Speicher gefüllt hat, gerade indem er mit vielen Menschen zu tun hatte.

Das ist eines der markantesten Unterschiede zwischen einem introvertierten und einem extrovertierten Menschen!

Weitere Merkmale von Introvertierten kannst Du unter folgendem Naturimpuls nachlesen: 3 Hauptmerkmale an denen Du erkennst, dass Du introvertiert bist

Bevor du nun also Deine Introvertiertheit verfluchst und auf Teufel komm raus versuchst, etwas zu verändern und dich zum Extrovertieren zwingst, überlege erstmal, warum Du etwas verändern möchtest. Denn meistens sind es nicht unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche, aufgrund derer wir etwas verändern wollen. Meistens wollen wir etwas verändern, aufgrund der Reaktionen unserer Mitmenschen, die häufig unser Temperament und unsere Bedürfnissen nicht verstehen und damit nicht umgehen können.

 

Ich sage jetzt natürlich nicht, dass Du nun komplett von Deinen Genen bestimmt wirst und gar nichts mehr an Dir ändern kannst. Natürlich kannst Du in gewissen Bereichen eine Änderung bewusst herbeiführen. Das ist im Laufe unseres Lebens auch sehr sinnvoll.

Allerdings solltest Du Dir vorher immer bewusst machen, warum Du nun eine Änderung wünscht. Kommt dieser Änderungswunsch tatsächlich von Dir oder ist er eher durch die Reaktion Deiner Umgebung entstanden?

Ein Beispiel aus meinem Leben: Ich hatte schon immer Probleme mit großen Menschenmassen, da ich dann ganz schnell müde werde und mich ausgelaugt fühle. Allerdings habe ich im Rahmen meiner Selbstständigkeit festgestellt, dass es sehr interessant ist, auf bestimmte Kongresse zu gehen, die ja nun bekanntermaßen sehr viele Menschen anziehen.

Daher habe ich es mir angewöhnt, wenn ich mir einen solchen Termin in meinem Kalender eintrage, mir nach diesem Tag gleich einen freien Tag einzuplanen, den ich komplett allein und – wie sollte es bei mir auch anders sein 🙂 – wandernd im Wald verbringe. Außerdem stimme ich mich mit einer morgendlichen Atemmeditation auf diesen Tag ein und suche in Zeiten, in denen ich auf der Konferenz weder in einem Vortrag noch in einem anderen Gespräch bin, auch das Alleinsein (wenn es gar nicht anders geht, auch auf der Toilette), um meinen Energiepegel wieder aufzufüllen.

So kann ich ganz entspannt auf die Konferenz fahren und komme gut gelaunt und nur ganz leicht erschöpft (und das meist vom vielen Laufen 🙂) von der Konferenz zurück.

 

Bevor Du also daran gehst, Deine Introvertiertheit komplett umkrempeln zu wollen, überlege zuerst, warum Du das machen möchtest. Meistens ist es nämlich gar nicht notwendig. Wesentlich ist es, Dich und Deine Bedürfnisse und Präferenzen besser kennenzulernen.

Wie Du das machen kannst?

Wöchentlicher Naturimpuls
Zum einen, indem Du meine wöchentlichen Naturimpulse liest. In diesen gebe ich Dir Impulse und Anregungen rund um die Introvertiertheit und zeige Dir außerdem auch, wie Du die Natur als Kraftquelle für Dich erschließen kannst. Wenn Du Dich für meine wöchentlichen Naturimpulse anmeldest (unter diesem Beitrag oder auch rechts in der grünen Box), erhältst Du, sobald ein neuer Beitrag erschienen ist, eine E-Mail dazu.
Online-Kurs
Zum anderen startet in einigen Wochen mein erster Online-Kurs zum Thema „Überstimulation adé“. In diesem lernst Du in 3 Modulen Dich und Deine Introvertiertheit besser kennen und findest mehr über Deine Bedürfnisse und Präferenzen heraus, um Überstimulationen zukünftig zu vermeiden und mehr mit Deiner Introvertiertheit zu leben und nicht gegen sie. Wenn Dich diese kurze Beschreibung angesprochen hat, trage Dich ebenfalls gerne für meine wöchentlichen Naturimpulse ein. In diesen E-Mails erfährst Du als erstes, wenn es etwas Neues zu dem Kurs gibt.
Persönliche Begleitung
Und wenn Du lieber eine persönliche Begleitung zu einem bestimmten Thema im Rahmen Deiner Introvertiertheit möchtest, schreibe mir eine E-Mail an mail@naturzeit-pflanzenwege.de. Gemeinsam werden wir die beste Methode für Dich, das Thema anzugehen, herausarbeiten.

Damit wünsche ich Dir jetzt erst mal ganz viele entspannte Natur-Momente als Introvertierter,
Heidemarie

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