7 Tipps, wie Du Deine Rückzugs- und Auszeitwünsche äußern kannst

Gepostet von am Jul 6, 2018 in Introvertiertheit | Keine Kommentare

7 Tipps, wie Du Deine Rückzugs- und Auszeitwünsche äußern kannst

Wir Introvertierte brauchen unsere Rückzüge und Auszeiten und unsere Zeiten des Allein seins. Dadurch füllen wir unsere Akkus auf und erhalten wieder neue Energie.

Doch wie das Deinem Umfeld mitteilen, wenn es mal wieder so weit ist?

In diesem Naturimpuls gebe ich Dir 7 Tipps, wie Du versiert Deine Rückzugs- und Auszeitwünsche äußern kannst.

 

1) Einen Toilettengang vorgeben

Das ist die einfachste Methode und gut zu empfehlen, vor allem wenn du nur kurz raus musst. Einen Gang zur Toilette kann Dir niemand verbieten (auch nicht auf der Arbeit) und du wirst auch nicht seltsam angeguckt (falls Du das befürchten solltest…).

 

2) Rückzugs – und Auszeitwünsche in kleine Ausreden packen

Auch sehr gut, vor allem, falls Du befürchtest komisch angesehen zu werden, wenn Du gerade heraus sagst, was los ist.

Du könntest Zum Beispiel vorgeben, dass bei Dir leichte Kopfschmerzen eingesetzt haben oder Du etwas müde bist und Du Dich deswegen kurz an die frische Luft begibst.

Lass Dir jedoch, vor allem, wenn Du Kopfschmerzen vortäuschst, Dich nicht mit einer Tablette gegen Kopfschmerzen abspeisen!

Lehne diese höflich, aber bestimmt ab und erkläre, dass Du bei solchen leichten Kopfschmerzen keine Tablette brauchst, sondern einfach nur etwas Ruhe und frische Luft nötig hast.

 

3) Vorgeben, jemanden anrufen zu müssen

Ebenfalls sehr nützlich, vor allem falls Du befürchtest merkwürdige Blicke von anderen zu erhalten, ist die Aussage, dass Du kurz jemanden anrufen müsstest.

Dieser Tipp bietet sich auch sehr gut auf der Arbeit an. Vor allem, wenn Du Vollzeit berufstätig bist, kann es durchaus mal notwendig sein, Handwerker, Ärzte etc. von der Arbeit aus anzurufen, um sich Termine geben zu lassen.

Und wenn du bei dem Satz „Entschuldigt bitte, ich muss kurz mit dem Klempner xyz einen Termin ausmachen.“ bereits Dein Handy zückt, wird sich auch keiner darüber wundern, wenn Du Dich entfernst. Viele Menschen telefonieren lieber, wenn sie alleine sind und kein Stimmengewirr um sie herum ist …

 

4) Auf der Arbeit Rückzugs – und Auszeitwünsche äußern

Der Dauerbrenner der Menschen, die ich bereits auf Ihrem leisen Weg begleiten durfte, ist die Aussage sich die Beine vertreten zu wollen. Vor allem, wenn Du den ganzen Tag am Schreibtisch vor dem Computer sitzt, ist es sowieso ganz gut, mal aufzustehen und Dich zu bewegen.

Daher kannst Du auch gut Deine Kollege wissen lassen, dass du eine kurze Pause machst, um Dir die Beine zu vertreten. Allerdings solltest Du Dich nach dieser Aussage nicht mehr lange im Zimmer bzw. Büro aufhalten, sondern mit einem kurzen „Tschüß, bis später!“ zur Tür hinaus verschwinden. Denn ansonsten könnte eine Kollegin auf die Idee kommen, Dich begleiten zu wollen, was natürlich nicht der Sinne der Sache ist; ganz besonders, wenn es sich um eine sehr extrovertierte Person handelt …

 

5) Sagen, dass Du etwas Ruhe brauchst

Der Satz „Es ist mir gerade alles etwas zu laut/zu viel, ich brauche jetzt ein bisschen Ruhe!“ kann bereits einiges von dir abverlangen. Vor allem, wenn Du Dich bislang immer darum bemühst hast, Deine Introvertiertheit nicht zu sehr zu zeigen.

Doch ich empfehle Dir, das durchaus mal zu versuchen. Offen zu Deiner Introvertiertheit zu stehen, hat etwas durchaus Befreiendes.

Wichtig ist nach dieser Aussage jedoch, dass du Dich nicht auf irgendwelche Diskussionen einlässt! Es kann gut sein, dass einige Menschen, vor allem sehr extrovertierte Personen, dagegenhalten werden mit der Überzeugung, dass es doch gar nicht so laut / so viel ist.

Lass diese Meinung so stehen, denn diese Menschen sehen es so. Sag einfach nur „Das ist deine Sicht auf die Dinge. Mir ist es jedoch zu laut / zu viel!“ und dann verabschiede Dich und gehe. Keine weiteren Diskussionen!

Und wenn Du Dir jetzt Gedanken machst, dass die Person, die dagegengehalten hat, eventuell später wieder auf dich zukommen könnte um das erneut aufzugreifen: Da kann ich Dich beruhigen. Meiner Erfahrung nach, haben diese Menschen das innerhalb von 5 Minuten wieder vergessen …

 

6) Auf einer Party Rückzugs- und Auszeitwünsche äußern

Du bist auf einer Party und es geht Dir sehr gut. Du hast Spaß und fühlst Dich wohl. Doch auf einmal fühlst Du, wie Du müde wirst und dass Du genug hast. Was jetzt tun?

Wenn Du noch nicht gehen möchtest, dann suche auch hier auf der Party eine Möglichkeit für Dich, eine kurze Auszeit einzulegen. Die Tipps 1 bis 5 eignen sich hier ebenfalls. Oder schau Dir den letzten Naturimpuls an, in dem ich Dir Tipps gegeben habe, was Du bei einem Zuviel an Außenreizen tun kannst: 7 Tipps, was Du bei einem Zuviel an Außenreizen tun kannst

Wenn Du für Dich entscheidest, dass es zwar eine tolle Party war, aber es jetzt für Dich Zeit ist nach Hause zu gehen, dann folge diesem Impuls. Verabschiede Dich vom Gastgeber und bedanke Dich für die schöne Party. Wenn Du nicht direkt sagen möchtest, dass es jetzt für Dich genug ist, dass sage, dass Du müde bist, Du morgen früh raus musst, Du heute einen langen Tag hattest und kaputt bist etc. Vielleicht fällt Dir auch noch etwas anderes ein.

 

7) Einfach sagen wie es ist!

Das ist leider für die meisten von uns Introvertierten gar nicht so einfach. Denn dadurch, dass wir in den allermeisten Fällen schon von Kindheit an vorgelebt und zu hören bekommen haben, dass wir anders sind, haben viele von uns eine natürliche Scheu entwickelt, zu ihrer Introvertiertheit zu stehen.

Doch wenn Du gelernt hast, zu Dir und Deiner Introvertiertheit zu stehen, und die Introvertiertheit als Gabe anzusehen, dann werden Dir auch solche direkten Aussagen keine Schwierigkeiten machen.

Denke immer daran: So wie Du bist, bist Du ok. Du hast das Recht, so zu sein und so zu fühlen, wie Du fühlst (auch wenn es gegensätzlich zu der Mehrheit der Menschen ist). Akzeptiere und respektiere Dich und Deine Bedürfnisse, die mit der Introvertiertheit Hand in Hand gehen. Sobald Du gelernt hast, Dich als auch Deine Introvertiertheit zu akzeptieren und zu respektieren, wird auch Deine Umwelt ganz anders auf Dich reagieren. Denn dadurch, dass Du gelernt hast zu Dir zu stehen, strahlst Du auch eine größere Selbstsicherheit aus.

 

Und wenn Du jemand bist, die häufig abends total erschöpft ist und vielleicht auch überstimuliert, weil Du Dir zu viel zugemutet hast, dann habe ich etwas für Dich:

Meine Hilfe für Dich
Ich entwickele gerade einen Online-Kurs mit dem Titel „Überstimulation adé“. In diesem lernst Du in 3 Modulen Deine Stimulationsquellen kennen, erkennst Deinen Bedarf an Auszeiten und Deine Energie-Tankstellen und lernst, wie Du nach diesen Erkenntnissen alles zusammenbringen kannst.

Wenn Du Dich für diesen Online-Kurs interessierst, dann melde Dich für meine wöchentlichen Naturimpulse an (in der grünen Box rechts oder unter diesem Beitrag). In diesen E-Mails erfährst Du als erstes, wenn es etwas Neues zu dem Kurs gibt. Außerdem kannst Du Dir gleich das Impulseblatt „Kurz-Auszeit für Introvertierte“ herunterladen.

 

Und nun wünsche ich Dir viele entspannte Natur-Momente mit vielen Rückzügen und Auszeiten,
Heidemarie

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