7 Tipps, was Du bei einem Zuviel an Außenreizen tun kannst

Gepostet von am Jun 29, 2018 in Introvertiertheit | Keine Kommentare

7 Tipps, was Du bei einem Zuviel an Außenreizen tun kannst

Kennst Du das auch: Nichts geht mehr! Du bist total erschöpft und möchtest nur noch Deine Ruhe haben. Vielleicht machen sich auch Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder andere Zeichen bemerkbar, die Dir zeigen, dass Du Dich einem Zuviel an Außenreizen ausgesetzt hast bzw. Dich auf dem Weg in die Überstimulation befindest.

Doch was jetzt tun?

In diesem Naturimpuls gebe ich Dir 7 Tipps, was Du bei einem Zuviel an Außenreizen tun kannst.

 

1) Zu Dir und dem Empfinden, dass es für Dich ein Zuviel an Außenreizen ist, stehen

Das allerwichtigste, sobald Du bemerkst, dass Du nicht mehr kannst, Du erschöpft bist, müde wirst oder sich Kopfschmerzen etc. bemerkbar machen, ist, dass Du diese Zeichen ernst nimmst!

Vergleiche Dich nicht mit z.B. Kollegen oder Freunden die vielleicht nach einem zwei Stunden dauernden, intensiven Meeting mit sehr viel an Diskussion immer noch topfit sind. Meist handelt es sich hier um Extrovertierte, die ihre Energie gerade daraus beziehen, dass sie sich mit anderen Menschen umgeben und sich in spannende, z.T. auch extreme Situationen hineinbegeben.

Und denke auf keinen Fall „Ich muss mich halt etwas zusammenreißen, dann wird es schon gehen!“ Denn es geht nicht. Vielleicht wirst Du die für Dich anstrengende Situation überstehen, aber zu welchem Preis? Höchstwahrscheinlich wirst Du Dich danach völlig erschöpft fühlen und nur noch die Stunden bis zum Feierabend zählen (zumindest, wenn Du auf der Arbeit bist). Eine Introvertierte, die ich auf ihrem leisen Weg begleiten durfte, hat sogar zugegeben, sich der Gefahr ausgesetzt zu haben anschließend zusammenzubrechen. Nur, damit die anderen nicht merken, wie sehr sie diese Situation erschöpft.

Denke bitte immer daran: Als Introvertierte hast Du ganz spezielle Fähigkeiten und Gaben, die ganz anders sind als die der Extrovertierten. Dafür solltest Du jedoch auch beachten, dass Du in gewissen Abständen Ruhepausen und Auszeiten brauchst, in denen Du Dich zurückziehen kannst, um Deine Akkus wieder aufzuladen. Das ist extrem wichtig für uns Introvertierte.

Wie sich Introvertierte generell von Extrovertierten unterscheiden, kannst Du in diesem Naturimpuls nachlesen: 3 Hauptmerkmale an denen Du erkennst, dass Du introvertiert bist

 

2) Zieh Dich bei einem Zuviel an Außenreizen aus der Situation zurück

Das zweitwichtigste, sobald Du bemerkst, dass eine Situation für dich zu viel wird und du anfängst zu erschöpfen, ziehe Dich zurück! Am besten wäre es, wenn Du die Möglichkeit hättest, einen kurzen Spaziergang in einem Park oder auch eine kleine Wanderung im Wald zu machen. Allerdings ist das natürlich nicht immer möglich, z.B. auf der Arbeit.

Was aber immer geht, ist, wenn Du kurz auf die Toilette verschwindest. Natürlich ist das nicht der allerprikelnste Ort, aber immer noch besser, als wenn Du weiter in der eh schon für Dich anstrengenden Situation bleibst und dort aushältst. Dadurch erschöpfst Du noch weiter, teilweise so stark, dass es Dir anschließend überhaupt nicht mehr gut geht…

Wenn du also auf einem Teammeeting sein solltest und Dir alles zu viel wird, einen Gang auf die Toilette wird Dir keiner verwehren. Und wenn das Meeting andauert, kannst Du in den Pausen in die Teeküche verschwinden oder auch, wenn bei Dir auf der Arbeit vorhanden, auf einen Balkon oder eine Terrasse.

Auch auf einer Party kann Dir mal alles zu viel werden (auch wenn sie Dir grundsätzlich Spaß macht). Und auch wenn Du dort die Möglichkeit hast, einfach zu gehen, möchtest Du vielleicht nicht ganz so früh verschwinden. Dann kannst Du auch hier wieder auf die Toilette gehen. Oder Dich einfach an einen ruhigen Ort zurückziehen, z.B. eine Ecke im Wohnzimmer, oder, falls der Gastgeber einen Garten hat, dort an ein ruhiges Fleckchen.

Egal, was Du also in einer Situation, in der Dir alles zu viel wird, machst, unbedingt solltest Du Dich aus der Situation rausbegeben!

 

3) Durch Atmen einem Zuviel an Außenreizen entgegenwirken

Wenn Du Dich aus der Situation rausbegeben hast, atme erst einmal tief durch.

Denn durch Atmen kannst Du Dich relativ schnell und einfach wieder beruhigen, auftanken und die Anspannung durch den großen Außenreiz loslassen bzw. aus- oder auch ganz wegatmen.

Dazu musst Du keine besondere Atemtechnik erlernen. Das paarmalige tiefe Ein- und Ausatmen hilft bereits enorm, Dich wieder zu erden, der beginnenden Erschöpfung entgegenzuwirken und Deine Energiereserven wieder zu füllen.

Doch natürlich gibt es auch einige Atemtechniken, die Du gut nutzen kannst, wie z.B. die Wechselatmung aus dem Yoga oder die 3-3-7-Technik. Letztere findest Du in meinem Impulseblatt „Kurz-Auszeit für Introvertierte“, welches Du Dir sofort kostenfrei herunterladen kannst, wenn Du Dich für meine wöchentlichen Naturimpulse anmeldest (zu finden in der grünen Box rechts und unter diesem Impuls).

 

4) Durch Trinken einem Zuviel an Außenreizen entgegenwirken

Auch das Trinken kann Dir bei einem Zuviel an Außenreiz helfen. Und nein, ich meine damit keinen Alkohol… 🙂

Sobald Du also die für Dich anstrengende Situation hinter Dir gelassen hast, besorge Dir etwas zu Trinken. Egal, ob Du Dir einen Tee machst oder einfach nach einer Flasche Wasser greifst, Hauptsache, Du hast erstmal etwas in den Händen, womit Du Dich beschäftigen kannst.

Und dann trinke langsam Schluck um Schluck und stelle Dir dabei vor, wie du mit jedem Schluck neue, frische Energie zu Dir nimmst.

Du kannst natürlich auch eine Trinkmeditation machen. Ein Beispiel dazu findest Du ebenfalls in dem Impulseblatt „Kurz-Auszeit für Introvertierte“.

 

5) Dir bei einem Zuviel an Außenreizen Bewegung verschaffen

Wenn Du das Gefühl hast, dass Dir alles zu viel wird, Du beginnst zu erschöpfen und müde zu werden, kannst Du das Zuviel, was du als Außenreiz erfahren hast, auch „weglaufen“.

Ich stelle immer wieder fest, dass Bewegung gerade uns Introvertierte sehr gut tut. Durch die Bewegung kommen unsere überreizten Introvertierten-Gehirne etwas zur Ruhe, einfach dadurch, dass wir unsere Konzentration jetzt auf unsere Füße und den Weg vor uns richten.

Am besten ist natürlich auch hier wieder, wenn Du einen kurzen Spaziergang in einem Park oder auch eine kurze Wanderung einlegen könntest. Wenn das jedoch nicht möglich sein sollte, reichen auch einige Schritte auf dem Büroflur (z.B. hin zur Teeküche, zur Toilette oder zum Kopierer). Solltest Du auf einer Party sein, kannst Du Dich auch hier kurz zurückziehen und einen kleinen Gang, z.B. in den Garten (sofern vorhanden) unternehmen.

Eine introvertierte Freundin hat mir erzählt, dass sie auf einer Party, kurz nachdem sie diese verlassen hatte um einige Schritte in den Wald hineinzugehen, eine Leidensgenossin getroffen hat. Zusammen machten diese beide Frauen einen gemütlichen Spaziergang und kamen eine halbe Stunde später gutgelaunt und voller neuer Energie zur Party zurück.

So kann es also auch gehen 🙂

 

6) Nach einem Zuviel an Außenreizen einen freien Abend einlegen

Das allerbeste für die meisten Introvertierten nach einem Tag voller Außenreize ist es, sich einen freien Abend zu gönnen.

Mach an diesem Abend ausschließlich das, was Dir Spaß macht, z.B. lesen, Kreuzworträtsel lösen, Video schauen, in den Park gehen, dich in Deinen Garten begeben, Musik hören, stricken, etc. Das, was Dir Freude bereitet, ist meist auch das, was Dir als Introvertierte wieder neue Energie gibt.

Und finde es auch nicht befremdlich, wenn Du, im Gegensatz zu z.B. Deinen Kollegen, das Bedürfnis hast, alleine zu sein. Das ist für die meisten Introvertierten völlig normal, da wir das Allein sein als sehr befreiend empfinden und dadurch, dass wir uns Zeiten des Allein seins gönnen, wieder zu neuer Energie kommen.

Wenn Du noch mehr darüber erfahren möchtest, warum ein Introvertierter gerne allein ist, und warum Allein sein nichts zu tun hat mit Einsam sein, dann empfehle ich Dir diesen Naturimpuls: Introvertierte: Gerne allein jedoch dabei nicht einsam

 

7) Rechtzeitig vorsorgen und eine beginnende Überstimulation frühzeitig erkennen

Eine Stärke von uns Introvertierten ist, dass wir sehr vorausschauend planen. Und diese Stärke kannst Du nutzen, um Dich vor einem Zuviel an Außenreiz und somit auch vor Überstimulationen zu schützen.

Wenn Du weißt, dass Du an einem Tag mit einen für Dich hohen Maß an Außenreizen konfrontiert werden wirst und dem nur bedingt aus dem Weg gehen kannst, wie z.B. Teammeetings auf der Arbeit, kannst Du Dir bereits im Vorfeld Ruhepausen einplanen. Dazu gehört neben den kleineren Auszeiten während des Außenreizes (z.B. in den Pausen des Meetings bzw. in der Pause zwischen zwei oder auch mehreren Meetings) auch die große Ruhepause am Abend, die Du Dir unbedingt gönnen solltest. Mach an diesem Abend dann etwas, was Dich wieder neue Energie tanken lässt und Deine Akkus wieder auffüllt.

3 Tipps, wie Du generell mit Außenreizen umgehen kannst, findest Du in einem früheren Naturimpuls: 3 Tipps, wie Du als Introvertierte mit Außenreizen umgehen kannst

Zuviel an Außenreiz

 

 

 

 

 

 

 

Und wenn Du jemand bist, die häufig abends total erschöpft ist und vielleicht auch überstimuliert, weil Du Dir zu viel zugemutet hast, dann habe ich vielleicht etwas für Dich:

Meine Hilfe für Dich
Ich entwickele gerade einen Online-Kurs mit dem Titel „Überstimulation adé“. In diesem lernst Du in 3 Modulen Deine Stimulationsquellen kennen, erkennst Deinen Bedarf an Auszeiten und Deine Energie-Tankstellen und lernst, wie Du nach diesen Erkenntnissen alles zusammenbringen kannst.

Wenn Du Dich für diesen Online-Kurs interessierst, dann melde Dich für meine wöchentlichen Naturimpulse an. In diesen E-Mails erfährst Du als erstes, wenn es etwas Neues zu dem Kurs gibt.

 

Damit wünsche ich Dir jetzt ganz viele entspannte Natur-Momente mit wenig bis keinen Außenreizen,
Heidemarie

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