4 Gründe, warum die Natur Dir als Introvertierten viel zu bieten hat

Gepostet von am Mrz 30, 2018 in Introvertiertheit und Natur | 2 Kommentare

4 Gründe, warum die Natur Dir als Introvertierten viel zu bieten hat

Wer auf die Startseite meiner Website kommt, kann dort lesen „Natur als Kraftquelle für Introvertierte“.

Und vielleicht fragst Du Dich jetzt, warum die Natur als Kraftquelle besonders für Introvertierte gut sein soll…

Das beantworte ich in diesem Naturimpuls.

 

1) Natur als Energiequelle

Im letzten Naturimpuls habe ich erklärt, dass wir Introvertierte sehr viele Rückzugsmöglichkeiten und Zeiten des Alleinseins brauchen, um unsere Akkus wieder aufzuladen und zu neuer Energie zu kommen. Und dass es dabei wichtig ist, dass wir während dieser Zeit so wenig neuen Imput von Außen erhalten wie möglich: 3 Hauptmerkmale an denen Du erkennst, dass Du introvertiert bist

Die Natur ist für solche Rückzüge wie geschaffen: Je nachdem, wo wir sind, hören wir weder Verkehrslärm noch andere urbane Geräusche. Und meistens sind wir auch allein auf weiter Flur, so dass wir gut runterkommen, uns erholen und neue Energie tanken können. Bereits die bloße Betrachtung einer natürlichen Landschaft beruhigt unser ge- und teilweise über-reiztes Gehirn. Und die Berührung von ungeteertem Boden (trotz Schuhe) hilft uns, uns wieder zu erden und zu verankern.

Egal wie müde, gereizt bzw. überstimuliert ich vorher war, wenn ich von einem Spaziergang oder einer Wanderung in und durch die Natur nach Hause zurückkomme, bin ich wieder völlig ruhig, kraftvoll und voller neuer Energie. Und auch wenn der Aufenthalt in der Natur nur kurz war, so hat mir diese Zeit doch geholfen, meine Akkus wieder aufzuladen.

Dasselbe höre ich sowohl von meinen introvertierten Freunden, als auch von vielen Menschen, die ich auf ihrem leisen Weg bereits begleiten durfte. Die Natur ist also gerade für uns Introvertierte eine schiere Quelle an Energie.

 

2) In der Natur gibt es nur wenig Außenreize

Da wir Introvertierte sehr empfindlich auf Außenreize, z.B. laute Gespräche, Verkehrslärm, grelles Licht etc. reagieren, ist es für uns sehr wichtig, uns von Zeit zu Zeit zurückzuziehen, um uns wieder zu erholen und aus der Überstimulation rauszukommen. Würden wir uns ständig Stimulationen zumuten ohne eine Möglichkeit der Regeneration, würden wir irgendwann komplett überreizt und nicht mehr leistungsfähig sein.

Natürlich kannst Du jetzt anführen, dass es ja auch in der Natur nie ganz still ist und es dort immer etwas zu sehen gibt und dass das ja quasi auch eine Art von Außenreiz darstellt. Das ist natürlich richtig, jedoch sind diese natürlichen Reize (wie satte, natürliche Farben, Vogelzwitschern, das Plätschern eines Baches, der Geruch von Erde etc.) für uns Introvertierte besser zu ertragen bzw. haben wir scheinbar keine Probleme mit dieser Art von Reizen.

Ein Beispiel von mir persönlich: Es bereitet mir große Schwierigkeiten, wenn ich das Stimmengewirr vieler Menschen ertragen muss, wie z.B. bei Messebesuchen oder auf Fortbildungen. Ich bin dann schnell müde und erschöpft. Außerdem reagiere ich sehr stark auf Verkehrslärm (und kann z.B. nur schlecht in einem Hotelzimmer an einer stark frequentierten Straße schlafen). Doch Geräusche in und aus der Natur machen mir nichts aus. Beispielsweise liebe ich das Zwitschern von Vögel. Und auch wenn diese schon sehr laut sein können (bestimmt hast Du auch schon mal jemanden sagen hören „…die Vögel brüllen wieder…“), so lausche ich morgens kurz nach dem Erwachen erfreut dem regen Treiben vor meinem Fenster.

Auch das wird mir von Freunden und anderen leisen Menschen immer wieder bestätigt. Ich erkläre es mir so, dass zum einen diese Naturgeräusche in einem Dezibel-Bereich liegen, der generell für unsere (menschlichen) Ohren sehr viel angenehmer ist als z.B. urbane Geräusche und zum anderen diese Geräusche auf einen ganz „alten“ Teil unseres Gehirns, dem Stammhirn, beruhigend einwirken.

Forschungen bzw. Forschungsergebnisse dazu, welche besonders auf Introvertierte abzielen, habe ich leider (noch) keine gefunden. Ich bleibe aber dran und Du wirst es dann hier auf meinem Naturimpuls-Blog als erste erfahren 🙂

 

3) Natur hilft bei der Reflektion

In der Natur lässt sich auch sehr gut über alles Mögliche reflektieren und nachdenken. Das haben bereits viele berühmte Dichter und Denker wie Aristoteles, Kant, Goethe und Kierkegaard festgestellt. Von Goethe stammt beispielsweise die folgende Aussage: „Die besten Gedanken kommen mir beim Wandern“ und auch Kierkegaard bestätigte dieses Phänomen wie folgt: „Ich habe mir die besten Gedanken angelaufen.“

Wir Introvertierte haben ja einen Hang nach Innen, also zu unseren Gedanken. Wir denken und reflektieren gerne und viel. Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, dass es in der Natur um einiges besser geht als z.B. in einer Wohnung. Dadurch, dass es in der Natur so wenig Außenreize gibt, können wir nicht nur auftanken und uns mit neuer Energie erfüllen, auch die störungsfreie und tiefere Reflektion ist hier möglich. Vor allem, wenn Du einen Dir bekannten (Wander-)Weg entlanggehst und Du somit nicht großartig auf den Wegverlauf achten brauchst, kannst Du hier großartig Deinen Gedanken freien Lauf lassen.

Zuhause ist es mir schon häufiger passiert, dass ich bei einem Gedankengang unterbrochen wurde, weil mir einfiel, dass noch etwas im Haushalt zu tun ist. Oder das Telefon klingelte und unterbrach mich bei der Abwägung mehrerer Möglichkeiten. In der Natur gibt es solche Störungen nicht. Hier kannst Du über den besten Umgang mit einer Herausforderung nachdenken, alle Möglichkeiten für eine Entscheidung durchdenken und abwägen und auch Antworten von der Natur auf alle möglichen Fragen erhalten.

Wenn Du wissen möchtest, wie die Natur Dir Antworten auf Fragen geben kann, empfehle ich Dir einen meiner früheren Naturimpulse: Wie die Natur Dir Antworten auf Deine Fragen gibt

 

4) Natur verschafft neue Gedanken

Neben dem besseren und störungsfreierem Reflektieren, können Dir in der Natur auch völlig neue Gedanken kommen…

Wenn Du bei Dir zuhause oder im Büro über etwas nachdenkst, bist du quasi „gefangen“, da Deine Gedanken häufig nur um die Dir bekannten Sachen und Dinge kreisen und nur diese in Betracht ziehen. Draußen in der Natur gehst nicht nur Du, auch Deine Gedanken gehen spazieren. Sie wandern frei hin und her, gehen dann auch mal auf Pfaden, auf denen sie vorher noch nie gegangen sind (wie Du vielleicht auch) und dadurch kannst Du auf völlig neue Gedanken kommen (bei denen Du Dich hinterher fragst, wo diese eigentlich hergekommen sind).

Das habe ich am eigenen Leib erfahren und durfte dieses Phänomen auch bei einigen Menschen, die ich auf ihrem leisen Weg begleitet habe, miterleben.

 

Neben diesen oben genannten Punkten, warum die Natur gerade für uns Introvertierte gut ist, hat ein Aufenthalt in der Natur natürlich auch stressabbauende und gesundheitsfördernde Wirkungen. Wenn Du darüber mehr wissen möchtest, so kannst Du das ebenfalls gerne in einem meiner früheren Naturimpuls nachlesen: Natürlich gegen Stress: Wie die Natur Dir hilft zu entspannen und Stress abzubauen

Gründe, warum die Natur Dir als Introvertierten viel zu bieten hat

 

 

 

 

 

 

 

Habe ich dich neugierig auf mehr Naturerlebnisse gemachen? Dann lade ich Dich jetzt herzlichst dazu ein, Deine Akkus bei einem Spaziergang oder einer Wanderung wieder aufzufüllen oder zum Nachdenken einfach mal in den Wald zu gehen.

Du wirst sehen, es gibt keinen besseren Begleiter für Dich als Introvertierten als die Natur.

Damit wünsche ich Dir jetzt energievolle Rückzüge mit wenigen und dafür natürlichen Außenreizen, jede Menge Reflektion im Grünen und viele entspannte Natur-Momente,
Heidemarie

2 Kommentare

  1. Liebe Heidemarie,
    für mich ist die Natur ein unerschöpflicher Quell der Besinnung, Erdung, Inspiration, Entspannung und Regeneration und oft beschenkt mich der Aufenthalt im Garten oder Wald mit angenehm anregenden Begegnungen mit natürlichen Wesen.

    Ich möchte Dich gerne auf ein Buch aufmerksam machen, das wohl nach Deinem Lesegeschmack sein wird.

    „Manolito“ von Friedrich Hechelmann ist ein leseleichter, gleichwohl substanzieller und inspirierender Märchen-Roman für kleine und große Menschen, denen die Natur am Herzen liegt.

    Friedrich Hechelmann ist Maler und Buchillustrator, und er hat für das vorliegende Buch nicht nur zum Pinsel, sondern auch selbst zur Feder gegriffen. Achtsame Liebe zur Natur, Ehrfurcht vor der Schöpfung und eine naturmagisch-poetische Perspektive lassen sich an seinen Bildern ablesen.

    Mit seinem Märchen-Roman-Debüt „Manolito“ erzählt Friedrich Hechelmann in Wort und Bild ein modernes Märchen über die Bedrohung der Natur und des Lebens durch menschliche Herzenskälte und Profitgier und über eine mögliche Bewußtseinswende durch heilsame, naturgeistige Lebenskräfte.

    Anbei – wenn Du erlaubst – der Link zu meiner Buchbesprechung:
    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/09/11/manolito/

    Du wirst auf meinem Buchbesprechungs-Blog auch viele andere Bücher zum Thema NATUR & ÖKOLOGIE und zum Thema HOCHSENSIBILTÄT finden.
    Ich freue mich über einen Lesebesuch von Dir. 🙂

    Bibliophile Grüße
    Ulrike von Leselebenszeichen

    • Liebe Ulrike,
      vielen herzlichen Dank für das Aufmerksammachen auf dieses tolle Buch!
      Viele bibliophile Grüße zurück, Heidemarie

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