3 Hauptmerkmale an denen Du erkennst, dass Du introvertiert bist

Gepostet von am Mrz 23, 2018 in Introvertiertheit | Keine Kommentare

3 Hauptmerkmale an denen Du erkennst, dass Du introvertiert bist

Heutet startet ein neues Thema in meinem Naturimpulse-Blog: Natur als Kraftquelle für introvertierte Menschen.

Doch was heißt eigentlich introvertiert? Was unterscheidet introvertierte Menschen von extrovertierten? Und woran kannst Du erkennen, dass Du introvertiert bist?

Das alles werde ich in diesem Naturimpuls beantworten.

 

Ganz salopp gesagt bedeutet Introvertiert „nach innen gerichtet“, so wie Extrovertiert „nach außen gerichtet“ bedeutet.

Carl Gustav Jung definierte 1921 diese beiden Begriffe. Nach seinem Verständnis hat ein extrovertierter Mensch eine Präferenz für direkte Erlebnisse mit Menschen und Dingen, während introvertierte Menschen eine Präferenz für die Welt der Gedanken haben. Damit meinte er, dass extrovertierte Menschen sich eher mit Menschen und Situationen beschäftigen und umgeben, während introvertierte Menschen eher ihren Gedanken nachhängen.

 

In den letzten Jahren wurde vermehrt über Introvertiertheit und die Unterschiede zwischen Introvertiertheit und Extrovertiertheit geforscht, viele Bücher erschienen zu diesem Thema auf dem Markt und einige Websites im Internet.

Dementsprechend findest Du eine Menge an Informationen und Literatur sowohl offline als natürlich auch online und es gibt auch viele Tests, anhand derer Du ermitteln kannst, ob Du zu den introvertierten Menschen gehörst (die ca. 30 % der Menschheit ausmachen – ja, so viele von uns gibt es tatsächlich 🙂).

Am Ende dieses Beitrags habe ich Dir sowohl einige Links zu (in meinen Augen) guter und sinnvoller Literatur zusammengestellt als auch Links zu einigen Tests, die ebenfalls gut gemacht sind, und mit deren Hilfe Du gut einschätzen kannst, ob Du eher introvertiert, extrovertiert oder ambivertiert bist.

 

In meinem Naturimpuls möchte ich Dir nun erläutern, welche 3 Hauptmerkmale es aus meiner Sicht gibt, anhand derer sich introvertierte von extrovertierte Menschen unterscheiden. Anhand dieser Merkmale kannst Du bereits eine erste Einschätzung für Dich vornehmen, ob auch Du introvertiert bist.

In den kommenden Naturimpulsen werde ich auf diese 3 Merkmale immer wieder zu sprechen kommen und dann auch berichten, wie die Natur stärkend und aufbauend in diesen Bereichen auf Introvertierte einwirken kann.

 

Doch nun zu den 3 Hauptmerkmalen. Diese sind:

1) Rückzug (zum Auftanken und zum Energiegewinn)

Die Art und Weise, wie introvertierte Menschen auftanken, sich erholen, ihre Akkus wieder aufladen und neue Energie gewinnen ist einer der wesentlichen Unterschiede zu extrovertierten Menschen.

Introvertierte brauchen zur Energiegewinnung und Erholung den Rückzug, d.h. sie laden ihre Akkus auf, indem sie sich zurückziehen, mit sich alleine sind und ihren Gedanken nachhängen. Dabei ist es auch wichtig, dass sie so wenig Ablenkung und neuen Imput von Außen erhalten wie möglich, um sich wirklich zu erholen und zu regenerieren. Es ist auch von Introvertierten zu Introvertierten unterschiedlich, was sie oder er während dieses Rückzugs macht: Der eine setzt sich zuhause mit einem guten Buch und einem Tee auf die Coach, jemand anderer treibt Sport und noch einen anderer macht Handarbeiten. Mich beispielsweise findet man in der Natur, da ich festgestellt habe, dass ich hier am besten auftanken und zu neuer Energie kommen kann.

Extrovertierte Menschen dagegen beziehen neue Energie indem sie „nach außen“ gehen, d.h. sie umgeben sich mit Menschen, begeben sich in neue Situationen hinein und / oder holen sich Herausforderungen gleich welcher Art. Das ist die Art und Weise wie Extrovertierte sich erholen und ihren Energielevel erhöhen.

 

2. Außenreize

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen ist die Menge an (Außen-)Reizen die vertragen wird, ohne dass sie sich erschöpft und ermüdet fühlen. Mit Außenreizen meine ich z.B. laute Gespräche, Verkehrslärm, große Menschenmengen, grelles Licht etc.

Introvertierte Menschen sind sehr sensibel was Außenreize angeht, d.h. sie vertragen nur eine geringe Menge solcher Reize und sind schnell überstimuliert. Das liegt daran, dass ihre Gehirnaktivität höher ist – und nein, das hat jetzt nichts mit einer höheren Intelligenz zu tun 🙂! Es ist einfach so, dass die Neuronen, also die Gehirnzellen, in den Gehirnen von Introvertierten schneller „feuern“. Das bedeutet, dass in den Köpfen von uns Introvertierten auch dann eine Menge los ist, wenn es um uns herum ruhig ist und nichts passiert…. Dringen dann noch viele Reize von außen auf uns ein, kann es schnelle passieren, dass uns alles zu viel wird. Wenn das geschieht, suchen introvertierte Menschen den Rückzug, um sich wieder zu erholen und ihre Akkus aufzuladen. Wobei es auch hier wieder von Introvertierten zu Introvertierten unterschiedlich ist, welche Art der Außenreize toleriert oder vertragen werden oder eben nicht. Und natürlich auch wieviel davon.

Dagegen empfinden Extrovertierte z.B. einen hohen Geräuschpegel und große Menschenmengen häufig als normal bis anregend. Sie werden eher nervös und gereizt, wenn zu wenig los ist. Wobei es auch hier wieder von Extrovertierten zu Extrovertierten unterschiedlich ist, was als normal und anregend empfunden wird und was ein Zuviel darstellt.

 

3. Reflektion

Auch in der Art und Weise der Reflektion, also des prüfenden und vergleichenden Nachdenkens, unterscheiden sich introvertierte stark von extrovertierten Menschen.

Während introvertierte Menschen eher alle Möglichkeiten gegeneinander abwägen, alles sorgfältig überprüfen und miteinander vergleichen und sich daher bei Entscheidungen viel Zeit lassen, sind extrovertierte Menschen risikofreudiger und eher bereit, mal etwas ohne lange zu überlegen und Abzuwägen auszuprobieren.

Das ist auch der Grund, warum introvertierte Menschen oft für schüchtern gehalten werden. Denn sie sind eher still und sprechen erst dann, wenn sie wirklich etwas zu sagen haben. Auch Small Talk liegt ihnen nicht, da es sich meist um sehr oberflächliche Themen handelt und sie mehr Interesse an tiefgründigen Gesprächen haben. Generell bevorzugen es Introvertierte, sich schriftlich auszudrücken, da sie dadurch einfach mehr Zeit haben, um z.B. Wortwahl, Aussagen etc. zu durchdenken.

 

Das waren also die 3 Hauptmerkmale, anhand derer sich nach meinem Verständnis Introvertierte von Extrovertierten unterscheiden.

Hast Du Dich wiedererkannt?

Zur besseren Anschauung habe ich diese 3 Hauptunterschiede noch in einer Grafik dargestellt:

 

Dazu ist noch zu sagen, dass es natürlich auch Unterschiede von Introvertierten zu Introvertierten gibt, denn jede/r von uns ist ja individuell in seinen / ihren Präferenzen. Beispielsweise könnte es Dir keine Schwierigkeiten bereiten, schnelle Entscheidungen zu treffen. Dafür machen Dir jedoch große Menschenansammlungen und laute Gespräche eine Menge aus und Du fühlst Dich dann schnell überfordert und erschöpft. Jemand anderer dagegen kommt vielleicht in bestimmten Situationen mit vielen Menschen zurecht, braucht jedoch nach wie vor viele Möglichkeiten des Rückzugs, wo er / sie mit sich alleine sein kann. Das ist alles sehr unterschiedlich.

Deswegen habe ich auch absichtlich keine Zahlen als Maßangaben verwendet, sondern eine Skala mit stark extrovertiert bzw. stark introvertiert an den äußeren Rändern. Meines Erachtens ist es auch nicht so leicht möglich, Präferenzen an etwas Messbarem festzumachen. Es kommt eher auf Dein (Bauch-)Gefühl an, wo Du Dich genau siehst. Das kann übrigens auch für jeden Bereich unterschiedlich sein…

Ich würde mich beispielsweise in den Bereichen Rückzug und Reflexion zwischen introvertiert und stark introvertiert einordnen und im Bereich Außenreize zwischen ambivertiert und introvertiert.

Wo ordnest Du Dich ein?

 

Das soll dann für heute erst mal genug sein…

In den kommenden Naturimpulsen werde ich einige Themen der Introvertiertheit herausgreifen und diese genauer beleuchten; natürlich auch im Hinblick darauf, wie Dir die Natur hierbei helfen kann. Auch werde ich mit einigen Mythen aufräumen, z.B. dass Introvertiertheit immer auch Schüchternheit bedeutet. Und dann werde ich natürlich darauf eingehen, wie die Natur generell stärkend und aufbauend auf Introvertierte einwirken kann. Dabei wird es weiterhin konkrete Tipps geben. Du darfst also gespannt sein 🙂

Wenn Du eine Frage zur Introvertiertheit hast, Dir nicht sicher bist, ob Du zu den Introvertierten zählst oder wenn Du als Introvertierter vor einer Herausforderung stehst und Unterstützung benötigst, schreibe mir gerne eine E-Mail an mail@naturzeit-pflanzenwege.de.

Damit wünsche ich Dir ganz viele entspannte Natur-Momente als Introvertierte/r,
Heidemarie

 

Und nun noch die versprochenen Literaturempfehlungen

Bücher:

Patrick Hundt: Kopfsache – Liebe den Introvertierten in Dir

Anne Heintze: Auf die leise Weise

Susan Cain: Still – die Kraft der Introvertierten

 

Websites:

http://www.introvertiert.org/

https://open-mind-akademie.de/category/introvertiertheit/

http://www.intros-extros.com/intros-und-extros/

Nicht nur für Selbstständige und Unternehmer/Innen: https://www.natalieschnack.de/

 

Online-Tests:

https://www.palverlag.de/extraversion-introversion-test.html

http://www.intros-extros.com/online-test/

https://open-mind-akademie.de/online-tests/ (verschiedene Tests, für den Test zur Introvertiertheit etwas runterscrollen)

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